Smartwatch

Smartwatch ist eine Armbanduhr mit Smartphone-Qualitäten

Eine Smartwatch – der Begriff heißt aus dem Englischen übersetzt so viel wie schlaue Uhr – ist eine Armbanduhr, die wie ein Smartphone zusätzlich über Sensoren, Aktuatoren und Computerfunktionalitäten und die Möglichkeit einer Computeranbindung verfügt. Eine Smartwatch kann über die Uhrzeit hinaus weitere Informationen darstellen und lässt sich über Apps vom Anwender mit neuen Funktionen ausstatten. Smartwatches werden von verschiedenen Herstellern wie Apple, Samsung Galaxy, Sony oder Motorola angeboten.

Smartwatches verbinden sich in der Regel per Bluetooth mit einem Smartphone und zeigen nicht nur die Uhrzeit an, sondern zudem eine ganze Reihe einstellbarer Informationen wie beispielsweise ausgewählte RSS-Feeds, Tweets oder E-Mails – also Daten, die eigentlich zunächst mal auf dem Telefon auflaufen. Ein dezenter Blick auf die Uhr genügt, um die Infos einzusehen und gegebenenfalls darauf zu reagieren. Das Smartphone bleibt dabei in der Hosentasche – in manchen Situationen wie beim Restaurantbesuch oder beim Laufen durchaus praktisch.

Der Einsatz von Smartwatches bietet einen Komfort, der in vielen Situationen praktisch ist. Manchmal ist der Griff zum Smartphone nötig, aber nicht möglich – oder einfach umständlich oder gar unhöflich. Es gibt aber noch ein Problem: die Akkulaufzeit der Geräte. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, das Versprechen der „neuen“ Geräteklasse, eben mehr Komfort zu bieten, auch einzulösen. Niemand möchte neben dem Smartphone auch noch ständig seine Smartwatch aufladen.

Smartwatches gibt es von verschiedenen Anbietern

Sony brachte 2012 seine Version der Smartwatch auf den Markt, eine Armbanduhr mit OLED-Multitouch-Screen und einer Auflösung von 128 x 128 Pixel. Das Gerät muss nicht zwingend an einem Armband getragen, sondern kann auch an einem Kleidungsstück befestigt werden. Die Smartwatch von Sony verbindet sich per Bluetooth mit einem Android-Smartphone. Sind die beiden Geräte erst einmal gekoppelt, kann der Nutzer per Smartwatch beispielsweise den Musikplayer des Smartphones steuern. Statusmeldungen von Facebook lassen sich anzeigen und können über das Display der Uhr sogar geliked werden. Eine simple Anrufverwaltung zeigt Anrufe an, der Nutzer kann eingehende Anrufe auch abweisen oder stumm schalten. Die Uhr vibriert auf Wunsch bei eingehenden Telefonaten sogar.

Ein anderer Anbieter, das italienische Startup „i’m S.p.A.” hat die „i’m Watch“ auf den Markt gebracht, die bezüglich Hardware und Funktionalität fast schon einem Smartphone gleicht. Der Flash-Speicher lässt sich nutzen, um Musikstücke direkt auf der Uhr zu speichern. Auch hier sorgt eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone für die Anzeige der entsprechenden Informationen auf der Uhr. Eine Vielzahl von Apps lässt sich herunterladen, beispielsweise zur Anzeige von Tweets oder Statusmeldungen von Facebook. Das Besondere an der „i’m Watch“: Die Uhr verfügt über eine Freisprechanlage, die das Telefonieren über das Smartphone ohne zusätzliche Hardware ermöglicht. Beschleunigungsmesser und Magnetometer sorgen für zusätzliche Funktionen wie Schrittzähler und Kompass. Nachteil des Geräts: die geringe Akkulaufzeit. Bei eingeschaltetem Bluetooth und Dauerkopplung mit dem Smartphone beträgt sie im Stand-by-Modus lediglich 24 Stunden. Kritisch wird es bei Telefonaten: Dann verkürzt sich die Betriebszeit der Smartwatch auf lediglich drei Stunden.

Weitere Informationen zum Thema Smartwatch gibt es auf der Website der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Smartwatch