Perl

Perl ist eine plattformunabhängige, frei verfügbare Programmiersprache

Perl steht für „practical extraction and report language“ und ist eine freie, plattformunabhängige und interpretierbare Programmiersprache. Die Skriptsprache unterstützt mehrere Programmierparadigmen. Ziel bei der Erstellung von Perl war es, eine Sprache zu entwickeln, die einerseits die wichtigsten Programmierbefehle wie Schleifen, Verzweigungen usw. enthält und andererseits aber auch die Möglichkeit bietet, Such- und Ersetzungsoperationen wie in einem Editor durchzuführen. Während viele Programmiersprachen einen hohen Grad von Spezialisierung für bestimmte Zwecke aufweisen, ist Perl mit dem Ziel entworfen worden, viele häufig anfallende Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen in einfacher, zwangloser und eleganter Weise zu lösen.

Perl kann große Datenmengen verarbeiten

Perl wird gerne für komplexe Anwendungen eingesetzt, bei denen große Textdatenmengen verarbeitet werden müssen, etwa die automatisierte Erzeugung von HTML-Dateien oder die Verwaltung von Benutzerdaten in einem großen Rechnernetzwerk. Aufgrund seiner Laufzeiteigenschaften wird man Perl seltener für zeitkritische Anwendungen einsetzen, auch ist Perl nicht unbedingt für die 3D-Programmierung geeignet. Programme, die man in Perl schreibt, werden als ASCII-Files gespeichert und dann unmittelbar vor der Ausführung kompiliert. Dies macht diese Programme zum einen leicht editierbar und auch auf andere Rechnersysteme übertragbar, zum anderen zeichnen sich Perl-Programme insbesondere bei Suchfunktionen durch eine höhere Geschwindigkeit aus.Perl ist einschließlich des Quellcodes frei verfügbar. Auf den meisten UNIX- bzw. Linux-Systemen ist Perl bereits vorinstalliert, außerdem gibt es Portierungen für viele andere Betriebssysteme wie etwa Mac OS und Windows-Varianten, wobei bei Nicht-UNIX-Systemen mitunter nicht die gesamte Funktionalität zur Verfügung steht.

Weitere Informationen zur Programmiersprache Perl finden Sie auf der Website der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Perl_%28Programmiersprache%29

und auf der offiziellen Website des Herstellers – allerdings in englischer Sprache. https://www.perl.org/

Phonegap

Phonegap ermöglicht die plattformübergreifende Entwicklung von Apps

Phonegap ist ein Open Source Framework, mit dessen Hilfe Entwickler Hybrid Apps erstellen können – das sind Webanwendungen, die auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten laufen. Phonegap versetzt Programmierer in die Lage, eine Web-Anwendung (App) zu entwickeln, sie danach in das Phonegap-Framework zu integrieren und mit Hilfe dieses Gerüstes plattformübergreifend Apps zu erstellen, die sich wie eine native Applikation auf dem Tablet oder Smartphone verhalten. Deshalb stellt Phonegap einen Fortschritt in der App-Entwicklung dar: Apps können schnell, effizient und kostengünstig entwickelt werden, denn Programmierer können dank Phonegap eine flexible Möglichkeit der plattformübergreifenden App-Entwicklung nutzen.

Phonegap erleichtert App Entwicklern die Arbeit

Bei der App-Entwicklung gab es vor Phonegap folgende Problemstellung: Applikationen mussten stets für mehrere Plattformen entwickelt und gewartet werden, je nachdem ob die App auf dem Apple-eigenen System iOS oder auf Android-Produkten laufen sollte, denn jede dieser Plattformen hat ihre eigene Programmierumgebung und Sprache. Auch nach dem mobilen Endgerät Smartphone und Tablet wurde unterschieden. Manchmal konnten Design und Benutzerschnittstellen von den Entwicklern wiederverwendet werden, aber der Quellcode konnte es nicht. Der Vorteil von Phonegap besteht nun darin, dass nur noch Struktur und Aufbau einer Anwendung für verschiedene mobile Plattformen entwickelt werden müssen. Dann sind lediglich noch kleinere Anpassungen nötig, um sie reibungslos auf den verschiedenen Plattformen laufen zu lassen.

Der Entwicklungsprozess wird dadurch wesentlich effizienter. Mit Phonegap können Anwendungen für mehrere verschiedene mobile Plattformen schnell und ohne große zusätzliche Anstrengungen entwickelt werden. Phonegap wurde von Nitobi produziert, das Unternehmen ist 2011 in die Unternehmensgruppe Adobe Systems übergegangen.

Weitere Informationen zu Phonegap finden Sie auf der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/PhoneGap und bei Adobe http://phonegap.com/

PHP

PHP ist eine Skriptsprache für dynamische Websites

PHP ist eine Skriptsprache, mit der dynamische Websites und Webanwendungen geschrieben werden. Mit der Abkürzung war ursprünglich einmal “Personal Homepage” gemeint, später änderten sich die Möglichkeiten von PHP und damit auch die Bedeutung der Abkürzung: Heute steht sie für “Hypertext Preprocessor”. Die Skriptsprache verfügt über eine an C und Perl angelehnte Syntax. Unter den serverseitigen Sprachen – das sind diejenigen Sprachen, die nur Aktionen auf dem Server durchführen können – ist PHP die am meisten verbreitete. PHP kann Verbindungen zu einer Datenbank aufbauen oder Dateien auf dem Server löschen. Das bedeutet: PHP verarbeitet Daten, bevor sie vom Webserver – üblicherweise in HTML ausgegeben – zum Browser des Clients wandern.

Es ist möglich, eine in HTML geschriebene Datei in PHP umzuwandeln. Dazu ist es notwendig, die HTML-Datei unter .php abzuspeichern. Die offizielle PHP-Website spricht von PHP als einer „HTML embedded scripting language“. Der Begriff embedded, also “eingebettet”, macht deutlich, wie die HTLM-Codes und PHP-Codes miteinander funktionieren. Im Gegensatz zu diversen anderen Programmiersprachen, die clientseitig, also auf dem Rechner des Nutzers ablaufen, führt PHP seine Anweisungen serverseitig, also direkt auf dem Server aus. Die Ergebnisse der Verarbeitung werden im Browser angezeigt.

PHP ist keine Programmiersprache und läuft auf dem Server

PHP ist plattformübergreifend: Es läuft auf allen gängigen Linux- und Windows-Versionen und funktioniert auch mit Macintosh und OS/2. Die Scripts können – falls notwendig – im Gegensatz zu den meisten anderen Programmiersprachen ohne große Mühe an eine andere Plattform angepasst werden. PHP kann verwendet werden, um Nutzereingaben zu verarbeiten – beispielsweise um auf der Website ein Kontaktformular einzubauen. Allein mit HTML ist das unmöglich. Mit PHP lässt sich dann überprüfen, ob alle Felder ausgefüllt sind und im Erfolgsfall eine Mail versenden. Auch wer Inhalte aus einer Datenbank abrufen möchte, kann PHP dazu nutzen.

Eine weitere Besonderheit von PHP ist, dass PHP eine Scripting Language ist und keine Programmiersprache im eigentlichen Sinn. Dies bedeutet, PHP wird nur aktiv, wenn ein Ereignis eingetreten ist, beispielsweise wenn eine Website  aufgerufen wird oder wenn auf einer Website ein Formular von einem User ausgefüllt und abgeschickt wurde. Andere Programmiersprachen funktionieren im Gegensatz dazu stand-alone, agieren von sich aus. JavaScript ist ebenfalls eine Scripting Language und von daher in gewisser Weise mit PHP vergleichbar.

Weitere Informationen zum Thema PHP finden Sie auf der Website der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/PHP oder auf der offiziellen Website von PHP http://php.net/.

Bilder, Videos und Audiodateien zu PHP gibt es auf dem freien Medienarchiv Wiki Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:PHP?uselang=de.

PlugIn

PlugIns erweitern Programme um zusätzliche Funktionen

Mit Hilfe von Plugins, Addons oder Addins lassen sich viele Programme um zahlreiche Funktionen erweitern. Einfach ausgedrückt: Ein Plugin ist ein Zusatzprogramm, das an ein anderes Rechnerprogramm angeschlossen wird und dieses ergänzt. Das bedeutet: Ein Plugin ist eine selbstständige Software, die Funktionen beinhaltet und Rechnungen und Operationen bereit stellen kann. Das kann über eine Schnittstelle geschehen, also ein Interface. Die Idee des Plugins ist, dass das Hauptprogramm nicht von vornherein den vollen Funktionsumfang hat. Durch diese Verschlankung lässt sich das Programm in aller Regel besser und schneller herunterladen, arbeitet problemloser und nimmt auch weniger Platz ein. Programme werden von unterschiedlichen Anwendern verschieden genutzt, entsprechend benutzt jeder andere Plugins um das Programm an seine persönlichen Standards anzupassen. Beispiele für Plugins sind beispielsweise Software-Synthesizer und -Effekte in Sequencer-Programmen, die den Sequencer um neue Sounds und Klang-Effekte bereichern oder Grafik-Effekte und Format-Erweiterungen in Bildbearbeitungs-Software. Außerdem gibt es Browser-Plugins, die es dem Browser möglich machen, neue Formate zu verarbeiten.

PlugIns sind Videoplayer, pdf-Reader oder Software-Synthesizer

Der hauptsächliche Einsatzbereich von Plugins sind Programme, die verschiedene Arten von Dateien anzeigen. Das bekannteste Beispiel für Plugins aus dem Onlinebereich sind Plugins für den Browser. Je nach Nutzung muss der Browser bestimmte Arten von Dokumenten, Videos, Musik oder Flash anzeigen bzw. abspielen können. Wird ein bekanntes Plugin beim erstmaligen Öffnen einer neuen Dateiart benötigt, kann der Browser darauf hinweisen, und die Installation kann dann per Klick erfolgen. Andere Plugins müssen eventuell manuell installiert werden. Bekannte Browser-Plugins sind der Adobe Reader für pdf-Dokumente, der Adobe Flash Player für Flash-Animationen, Sun Java SE Runtime Environment für Java-Anwendungen oder der Adobe Shockwave Player. Zur Wiedergabe bestimmter Medien gibt es Browser-Plugins für die bekanntesten Player wie den Real Player, den Windows Media Player oder den Quicktime Player.

Nach ähnlichem Prinzip funktionieren Plugins für andere Arten von Programmen. Je nach Art der angedachten Nutzung fügt man die benötigten Plugins hinzu – zum Beispiel Bildbetrachtungsprogramme, Medienwiedergabeprogramme (Player) sowie Programme zur Bearbeitung von Audio-, Foto- oder Videodateien. Neben Plugins zur Darstellung bestimmter Dateitypen kann es auch Plugins für andere Arten der Programmoptik oder erweiterte Sprach- und Zeichenanzeigen geben. Plugins sind eigene Libraries und können in Form einer DLL-Datei der Host-Application hingefügt werden.

Weitere Informationen zum Thema PlugIn gibt es auf der Website der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/Plug-in

PostgreSQL

PostgreSQL ist ein objektrelationales Datenbankmanagementsystem

PostgreSQL ist ein objektrelationales Datenbankmanagementsystem, das als Open Source Software frei verfügbar ist und ohne Lizensierung heruntergeladen und benutzt werden darf. Ursprünglich wurde das zugrunde liegende PostgreS als Projekt an der University of California am Berkeley Computer Science Department entwickelt. Seither haben viele Entwickler rund um den Globus an diesem Code weitergearbeitet und das Programm bekam 1996 den Namen PostgreSQL.

PostgreSQL wird in Expertenkreisen als fortschrittliches Open Source Datenbanksystem  geschätzt. PostgreSQL unterstützt die SQL92 und SQL99 Standards und bietet darüber hinaus eine Menge eigener Erweiterungen an.

Als objektrelationales Datenbanksystem implementiert PostgreSQL die Speicherung von Daten und Objektidentitäten und erlaubt Benutzern, das System um selbstdefinierte Datentypen, Operatoren und Funktionen zu erweitern. Ein fortschrittliches Transaktionsmanagement gehört ebenfalls zu den Leistungsmerkmalen von PostgreSQL,  die Definition von Triggern und Regeln, mit denen Zugriffe auf Datenbankobjekte gesteuert werden können.

PostgreSQL realisiert ein riesiges Speichervolumen

PostgreSQL basiert auf einem so genannten Client-Server-Modell: Ein Serverprozess verwaltet die Datenbankdateien sowie die Verbindungen, die von Client-Programmen zum Server aufgebaut werden und bearbeitet die Anfragen, die von diesen Client-Programmen gestellt wurden. Alle diese Aufgaben werden bei PostgreSQL vom Serverprogramm „postmaster“ erledigt.

Um mit dem „postmaster“ kommunizieren zu können, kann man auf unterschiedliche Client-Programme zurückgreifen. Mit einem Client-Programm werden Verbindungen zum Datenbankserver aufgebaut und Aktionen in der Datenbank ausgeführt. In der PostgreSQL-Distribution direkt enthalten ist „psql“, ein schneller und einfacher Datenbankmonitor. pgAccess, ein grafischer Client, wird in den meisten Linux-Distributionen mitgeliefert und läuft auch unter Windows  bei interaktiven Webseiten übernimmt der Webserver die Rolle des Clients. Typisch für das Client-Server-Modell ist eine verteilte Architektur: Client und Server müssen nicht auf derselben Maschine installiert sein und sind es tatsächlich in den wenigsten Fällen. Sie kommunizieren über eine TCP/IP Verbindung. Der PostgreSQL Server kann mehrere parallele Verbindungen verwalten. Jedesmal, wenn ein Client sich mit dem Server verbindet, startet der „postmaster“ einen neuen Prozess, der dann die Client-Server-Kommunikation übernimmt. Das Speichervolumen von PostgreSQL ist gigantisch: In der Praxis werden Anwender wahrscheinlich eher durch ihr eigenes Speichervolumen beschränkt als durch die Grenzen von PostgreSQL. Die Größe einer Datenbank ist unbegrenzt und eine Tabelle kann bis zu 32 Tera-Byte umfassen. Diese Tabelle kann unbegrenzt viele Datensätze enthalten, die maximal 1.6 TB groß sein können. Lediglich die Anzahl der Spalten ist auf 250 – 1600 begrenzt, je nach dem, welche Datentypen verwendet wurden. Jedes Feld kann Daten bis zu 1 Gigabyte aufnehmen und für jede Tabelle kann man unbegrenzt viele Indexe definieren.

Weitere Informationen zum Thema PostgreSQL gibt es auf der Website der Wikipedia Enzyklopädie https://de.wikipedia.org/wiki/PostgreSQL und auf der Website des Herstellers https://www.postgresql.org/