Die Besten der Welt

Darum gehören indische Softwareentwickler zu den besten der Welt!

Das Outsourcing von IT-Dienstleistungen nach Indien gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Trotzdem stehen viele deutsche Unternehmen diesem zukunftsträchtigen Personalmodell noch immer sehr kritisch gegenüber. Denn sie haben eine Vielzahl an Vorurteilen gegenüber indischen Softwareentwicklern. Besonders die Qualität ihrer Arbeit steht oft im Fokus der Kritik, da sich viele Unternehmer die vergleichsweise sehr günstigen Lohn- und Softwareentwicklungskosten nicht plausibel herleiten können. Im Durchschnitt verdienen indische Softwareentwickler (Link: http://www.payscale.com/research/IN/Job=Software_Developer/Salary) mehr als 80 Prozent weniger als ihre deutschen Kollegen (Link: http://www.payscale.com/research/DE/Job=Software_Developer/Salary). Doch die geringen Verdienstmöglichkeiten sind kein hinreichendes Kriterium um die Arbeitsqualität eines Softwareentwicklers zu beurteilen. Vielmehr belegen zahlreiche Faktoren, dass Indien sogar die besten Softwareentwickler der Welt bietet:

  1. Die hohe Professionalisierung

In den letzten fünfzehn Jahren hat die indische Zentralregierung stark in den Bildungsbereich und den Ausbau der Hochschul-Exzellenzzentren investiert. Während die Zahl der Indian Institutes of Technology (IIT) zwischen 2007 und 2011 von sieben auf 18 Standorte anstieg, wurde die Zahl der Engineering Universitäten in demselben Zeitraum mehr als verdoppelt. (Link: http://www.dreducation.com/2013/01/engineering-mba-india-statistics.html)

Diese nachhaltige Investition hat auch Auswirkungen auf die Professionalität und die Anzahl der Absolventen. Die IDC hat herausgefunden, dass mittlerweile jeder zehnte Softwareentwickler aus Indien stammt. Damit liegt der Subkontinent hinter China und den USA, wobei der prozentuale Anteil der professionellen Softwareentwickler gegenüber den Hobby Developern in Indien weltweit am höchsten ist (Link: http://www.businesswire.com/news/home/20131217005316/en/IDC-Releases-2014-Worldwide-Software-Developer-ICT-Skilled) Schätzungen gehen sogar davon aus, dass die USA bis 2020 ihre Vormachtstellung in der Softwareentwicklung komplett verlieren wird. (Link: http://www.computerworld.com/article/2483690/it-careers/india-to-overtake-u-s–on-number-of-developers-by-2017.html)

  1. Der Sprachvorteil

Jeder Softwareentwickler, der an einer höheren Bildungseinrichtung in Indien studiert hat, spricht für gewöhnlich neben Hindi und/oder einer Regionalsprache auch fließend Englisch. Dieser Sprachvorteil mindert die Eintrittsbarrieren auf dem internationalen Markt und ist ein deutlicher Kommunikations- und arbeitstechnischer Vorteil. Denn die überwiegende Zahl der Softwares ist auf Englisch programmiert. In den letzten Jahren verzeichnen auch deutsche Sprachinstitute in Indien einen deutlich größer werdenden Zulauf an Studierenden und professionellen Softwareentwicklern. Nicht zuletzt die Greencard und die Blue Card sind für den Deutsch-Hype auf dem Subkontinent verantwortlich. Schließlich können qualifizierte, indische Softwareentwickler mit diesen Visa langfristig in Deutschland leben und eine Arbeit aufnehmen. In insgesamt mehr als 1.000 Schulen und Instituten landesweit können Inder mittlerweile Deutsch lernen. (Link: http://www.goethe.de/ins/in/en/lp/kul/mag/sub/20476060.html) Einer von 10.000 Schülern fängt damit bereits während der Secondary School, der Mittelstufe, an.

  1. Standortmagnet für die Besten der Besten

Die IT-Industrie in Indien hat in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt und das nicht zuletzt wegen der konsequenten Förderung durch die Zentralregierung. Diese hat nicht nur die Ausbildung der Softwareentwickler flächendeckend gefördert, sondern auch die Patentrechte für Software gestärkt und den Zugang zu neuesten Technologien ausgebaut. Global agierende Unternehmen wie Microsoft, Apple, Oracle und Google haben diese Standortvorteile erkannt und in Indien einen Firmensitz aufgebaut. Sie beschäftigen vor Ort mehrere hunderttausend qualifizierter Softwareentwickler, die durch die Mitarbeit in einem globalen Unternehmen ihre Fähigkeiten solide ausbauen und teilweise sogar internationale Erfahrungen sammeln können. SAP beispielsweise beschäftigt bereits fünfzehn Prozent seiner Softwareentwickler allein in Indien. Standortvorteile wie die vergleichsweise niedrigen Mieten aber auch die hohe Dichte an hochqualifiziertem Fachpersonal begünstigen die Ansiedelung der Global Players.

  1. Exzellente Referenzen

Seit 2000 wurden in Indien auch einige weltweit erfolgreiche Softwares wie die Helpdesk Software Freshdesk, das Tool Capillary, das „indische Yelp“ Zomato, der Visual Website Optimizer Wingify und die App iBolt Dock’n Drive entwickelt. Die Navigations-App erreicht täglich mehr als 100.000 Downloads. Das sind natürlich nur einige von vielen Softwares und Apps, die von indischen Softwareentwicklern ins Leben gerufen wurden und auf dem globalen Markt von entscheidender Bedeutung sind. Sie sind Ausdruck der hohen Kreativität und des Erfindergeistes, den viele indische Softwareentwickler neben ihren exzellenten Programmierfähigkeiten mitbringen.